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‚Momo‘

In ‚Momo oder die seltsame Geschichte von den Zeitdieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurück brachte‘ von Michael Ende, Autor der ‚Unendlichen Geschichte‘ und des ‚satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsches‘, geht es um das junge Waisenmädchen Momo, das in der Ruine eines alten Amphitheaters lebt und von den freundlichen Stadtbewohnern versorgt wird.

Momo hat eine besondere Gabe: Sie kann zwar kein Feuer spucken oder mit ihren Händen Leben erschaffen, sie kann weder den Wind bändigen noch mit Blitzen schießen. Momos Gabe ist viel besonderer und wichtiger: Sie kann zuhören. ‚Kann doch jeder!‘, sagst du nun? Falsch! Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen, in Momos sowie in unserer Welt. Und so wie Momo sich auf das Zuhören versteht, ist es ganz einmalig. Aus diesem Grund kommt sie mit jedem gut aus und hat viele Freunde, Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Doch eines Tages kommen sie das Mädchen nicht mehr besuchen. Niemand scheint mehr Zeit für sie zu haben. Alle sind nur noch im Stress. Hat das womöglich etwas mit den seltsamen grauen Männern zu tun, die plötzlich in Scharen überall herumlaufen? Als die unheimlichen Gestalten dann auch zu Momo kommen und versuchen, ihr die Zeit zu rauben, flieht das struppige Mädchen zusammen mit einer sprechenden Schildkröte namens Kassiopeia zum geheimnisvollen Meister Hora, und ohne Warnung befindet sich Momo in dem größten Abenteuer ihres Lebens –  schließlich steht die Zeit aller Menschen auf dem Spiel! Und augenscheinlich ist die junge Momo die Einzige, die sie noch retten kann…

Wer dieses Buch gelesen hat, wird sich zweifellos viele Gedanken über den tieferen Sinn machen. Ich persönlich glaube, dass wir viel von dieser Märchengeschichte lernen können. Denn ist nicht genau dieser Vorgang das Problem unserer Welt? Wir Menschen haben immer weniger Zeit für einander und verlernen, einander richtig zuzuhören. Natürlich gibt es in der Realität keinen Meister Hora, keine Momo und keine Kassiopeia. Aber sollte man sich nicht auch so wieder mehr Zeit für seine Mitmenschen nehmen?

Verblüffend finde ich auch, wie unfassbar aktuell die Geschichte erscheint, inhaltlich so wie von der beschriebenen Welt, denn niemand sagt dir, welches Automodell du dir vorstellen musst, wie modern die beschriebenen Lampen sind oder welche Form Klamotten und Mobiliar haben! Tatsächlich ist aber die Erstausgabe schon 1973 erschienen…

‚Momo‘ gehört seit Jahren zu meinen Lieblingsbüchern und jedes Mal, wenn ich es nach dem Lesen zuklappe, ist es, als wäre ich gerade aus einem wunderbaren Traum erwacht.

Ich empfehle jedem, diesen Märchenroman zu lesen. Die Handlung ist unfassbar fesselnd und spannend, der Wortlaut geradezu magisch und der tiefere Sinn sehr klug und inspirierend. Ich bin sicher, die Leser:innen der weltweit über 7 Milliarden verkauften Exemplare werden dieser Meinung von ganzem Herzen beipflichten! Der Roman ist für Mädchen und Jungen ab elf Jahren genauso geeignet wie für Erwachsene und Jugendliche. Mit ‚Momo‘ ist Michael Ende ein absolutes Meisterwerk gelungen. An alle, die direkt loslesen wollen, oder noch ein Weihnachtsgeschenk suchen: Es ist z. B. auf Hugendubel.de schon ab 10 Euro als Taschenbuch erhältlich!

Link: Momo. Schulausgabe (Buch (kartoniert)), Michael Ende (hugendubel.de)

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Thea Elsi Bartlakowski (12/21)

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