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Von und für euch

Ode an den OHP

Samuel Knobel (2019)

Overheadprojektor wird er genannt,
Er hat ein paar Mal schon gebrannt,
Es war ein Schwamm der in ihm glühte,
Sodass der Duft nur heraus blühte.

Doch dieser Schwamm ist kein Problem,
Dank ihm gibt’s das Immunsystem,
Denn seit Achtzehn’sechsundneunzig,
Liegt er in der Klasse freundlich.

Doch erst unser OHP,
Unsere gute alte Fee
Dient uns seit viel mehr Jahren,
So woll’n wir nicht ausmalen,
Was wir ohne ihn gemacht,
Denn er hat uns den Sinn gebracht.

So wird ihm heute noch vertraut
Und Tag für Tag auf ihn gebaut,
Dem hochmodernen Endgerät,
Denn für ihn ist es nie zu spät!

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Von und für euch

Menschenwürde

Was bedeutet das eigentlich, Menschenwürde? Diese Frage haben sich die Schülerinnen und Schüler des Religions-Grundkurses von Frau Schrewe gestellt. Eine Frage, die viel komplexer ist, als sie zunächst scheint und bei der Suche nach einer Antwort, wahrscheinlich mehr Fragen offen lässt, als sie beantwortet. Entstanden ist die Aufgabe im Rahmen des FernNah Wettbewerbs, bei dem jeder der Schülerinnen und Schüler eine Kurzansprache für eine Andacht zum Tag der Menschenwürde am 10.12.2020 verfassen sollte. Herausgekommen sind dabei eine Vielfalt ganz individueller Beiträge zum Thema Menschenwürde. Angefangen von neuen Definitionen von Menschenwürde, über Poetry Slams bis hin zu Essays, die zum Teil persönliche Erfahrungen teilen, aber auch die Gesellschaft kritisch hinterfragen, inwiefern wir im Alltag nach den Grundsätzen der Menschenwürde handeln

Jakob Beck


Was ist Menschenwürde

Alexandra Kalinin

Wir Europäer leben seit dem Zeitalter der Aufklärung in der Vorstellung, dass alle Menschen nach dem Naturrecht gleich sein. Staaten und ihre Regierung sein geschaffen worden, um die individualen Rechte des Einzelnen zu schützen. Wir leben inzwischen seit über 300 Jahren in dieser Tradition und halten es für selbstverständlich, dass jeder von uns Rechte, wie Glaubens- und Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung jedes Individuums, Gleichheit vor dem Gesetz, das Recht auf Bildung und all die anderen Individualrechte, wie sie in unserem Grundgesetz heute verankert sind, in Anspruch nehmen kann.
Unsere heutigen Grundrechte haben sich jedoch erst im Laufe der Jahrhunderte herausgebildet, das heißt aber, dass die Vorstellung von unseren Grundrechten veränderbar sind. So haben wir z.B. in den letzten Jahrzehnten die Diskussion gehabt, ob das Recht auf Arbeit oder das Recht auf eine unversehrte Natur in den Grundrechtskatalog aufgenommen werden soll. Wenn das Grundrecht also nicht unveränderlich ist, wie steht es dann mit dem ersten Artikel unseres Grundgesetztes, in dem die Unantastbarkeit der Menschenwürde festgelegt ist? Die Menschenrechte sind Bestandteil der Charta der UN. Wie gegensätzlich Menschwürde ausgelegt werden kann, kann man z.B. am Verhältnis Hongkongs-China sehen oder an der Stellung der Frau in den arabischen Staaten.
Aber wir brauchen gar nicht in die internationale Politik zu schauen. Auch bei uns in Deutschland gibt es seit Jahren unterschiedliche Meinungen wie Menschenwürde interpretiert werden muss. Wir Menschen, so steht es in der Bibel, sind als Ebenbild Gottes erschaffen worden. Gott lebt ewig, wir Menschen nicht. Wie sieht unser Ende aus? Können wir unser Ende genauso selbst bestimmen, wie wir unser Leben bestimmen? Hat ein Arzt das Recht oder die Pflicht das Beatmungsgerät eines Coronakranken abzuschalten, um das Leben eines anderen Patienten zu retten? Nach unserer christlichen Auffassung ist die Menschwürde mit dem Dasein gegeben und unantastbar. Das heißt, dass die Entscheidungen eines Arztes zutiefst unchristlich sein müssen, wenn er einen Patienten sterben lässt, denn jedes Menschenleben ist wertvoll.
Dieses Dilemma lässt sich nicht so einfach auflösen. Die Einzige Hoffnung kann nur darin bestehen durch eine gesamtgesellschaftliche Diskussionsprozess zu einer Annäherung zu kommen.


Was ist Menschenwürde?

Florian

Im Grundgesetz steht Menschenwürde ist zu achten und zu schützen, aber was ist Menschenwürde? Menschenwürde ist der Ausdruck das jeder Mensch wertvoll ist. Niemand kann seine Menschenwürde verlieren, selbst wenn man sehr böse und schlecht handelt. Deshalb stehen allen die Menschenrechte zu. Das ist Menschenwürde. Denkt daran alle mit Würde zu behandeln. Alle, egal welchen Alters, welcher Kultur sie angehören, wie intelligent sie sind, ob sie krank sind oder nicht, ob sie freundlich sind oder nicht, wen sie lieben, ob sie viele Freunde haben oder nicht, ob sie arm oder reich sind, was sie mögen und mit welchem Geschlecht sie sich identifizieren. Fordert auch von anderen das sie euch Menschenwürdig behandeln.


Menschenwürde und ihre Bürde

Jon Walter

Menschenwürde würde nicht im Grundgesetz unter Paragraf 1 stehen, wenn wir heutzutage das Gesetz neu schreiben würden.
Würden Menschen wirklich menschenwürdig handeln, würde schon längst kein Kind mehr im Mittelmeer ertrinken, keine Sea-Watch-Boote sinken und keine Menschen ihren Lebenssinn in rechter Ideologie finden.
Würden Menschen wirklich menschenwürdig handeln, würden sie schon längst ihren Lebensstil wandeln, statt über minimale Klimaziele zu verhandeln.
Würden Menschen menschenwürdig handeln, wären wir schon längst im Friedenswandel, statt zu Waffen zu greifen und Krieg gutzuheißen nur um nach größtmöglichem Kapital zu greifen.
Würden Menschen menschenwürdig handeln, würden keine Bomben mehr geworfen, um Länder zu zerstören, zu denen so viele Schicksale gehören.
Würden Menschen menschenwürdig handeln, würde niemand mehr vorbei Wandeln, wenn er einen Obdachlosen auf der Straße sieht, der vor seiner eigenen Menschenwürde niederkniet.
Würden Menschen menschenwürdig handeln, müsste niemand mehr mit sich selbst verhandeln, ob die eigene Sexualität über der Menschenwürde steht.
Würden Menschen menschenwürdig handeln, würde niemand Corona-Regeln abwandeln, sondern Maskenträger werden, um die Gesundheit anderer nicht zu gefährden.
Würden Menschen menschenwürdig handeln, würden wir keine Tiere mehr misshandeln, um unserem eigenen Konsum zu frönen.
Würden Menschen menschenwürdig handeln, müsste niemand mit sich selbst verhandeln, ob das skinny Schönheitsideal, welches man anstrebt, wirklich über der eigenen Gesundheit steht.
Würde ich das Grundgesetz schreiben, so würde ich entscheiden, dass niemand mehr muss leiden, denn die Würde eines jeden Menschen ist unantastbar.


Wer bin ich?

Lasse

Wer bin ich? Bin ich wert genug? Bin ich würdig? Wofür lebe ich?
Diese Fragen hat sich bestimmt jeder schon einmal, wenn nicht sogar mehrmals gestellt.
Heute. Eine Welt, in der man sich selbst ständig mit anderen vergleicht, verglichen wird und
man um eine Bewertung des eigenen Ichs oder anderer nahezu nicht mehr drum rumkommt,
wird es immer schwieriger diese Fragen zu beantworten.
Denn Menschen werden in unserer Welt immer mehr eingeteilt, ob sie funktionieren oder nicht,
ob sie gut genug sind für etwas oder nicht, was sie können und was nicht. Ganz egal welcher
Mensch eigentlich dahinter steckt. Dies hat den Effekt, dass, wenn sich Menschen diese Fragen
stellen, sie sich immer auch mit anderen parallel mit dieser Wertigkeit vergleichen, womit die
Fragen selbst immer mehr an Bedeutung verlieren.
Danach verbinden wir dann mit diesen Fragen meist nur noch eins. Die Angst nicht gut genug
zu sein, die Angst nicht würdig zu sein.
Dabei brauchen wir doch keine Angst zu haben, denn wir alle haben einen Wert. Wir vergessen
nur immer mehr, dass wir diesen Wert haben, weil die Gesellschaft diesen Wert häufig in seinen
Schatten stellt und er uns so nicht mehr bewusst ist.
Dieser Wert ist uns aber gegeben. Durch die Menschenwürde, welche aus der Schöpfung des
Menschen nach Gottes Ebenbild hervorgeht. Diese Menschenwürde spricht uns gerade diesen
Wert zu. Denn egal was wir mit unserem Leben tun, egal was wir erreicht haben, egal welche
Fähigkeiten wir haben, egal wer wir sind. Diese Würde erhalten wir, weil wir ein Mensch sind
Darin zeigt uns Gott wie sehr er uns liebt. Denn allein aus dem Grund, dass wir Menschen sind
spricht er uns diesen Respekt zu.
Unsere Verfassung bezieht sich auf die Menschenwürde. Leider wird dies jedoch nicht in allen
unseren Lebensbereichen ausreichend berücksichtigt. Diese Würde beziehen die Menschen aus
einer besonderen Beziehung zu Gott. Wir Menschen sind „Ebenbild Gottes“. Damit sind alle
Menschen gemeint. Jeder hier auf Erden besitzt dieses unverdiente Geschenk.
Da wir um dieses Geschenk wissen, denke ich, dass wir diese Würde in jedem Menschen im
Sinne der Nächstenliebe anerkennen sollten und versuchen sollten diese, so oft verloren
gehende Menschenwürde jedes Menschen zu bewahren und zu schützen.
Wenn wir also auf Gott vertrauen und uns von ihm leiten lassen, wird er uns Antwort auf diese
Fragen geben können, denn er weiß wer ich bin, welchen Wert ich habe und wofür ich lebe.
Wir brauchen also keine Angst zu haben, wenn wir auf Gott vertrauen.


Wo Menschenwürde in Vergessenheit gerät

Luisa

Warum werden in unserer Gesellschaft täglich Menschen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Herkunft, ihres Geschlechtes oder Krankheiten diskriminiert und ausgegrenzt? Warum wird Frauen das Gefühl vermittelt, sie könnten ihren Lieblingsbikini nur zuhause vor dem Spiegel tragen? Warum muss ein schwarzer Mann bei einer einfachen Verkehrskontrolle um sein Leben fürchten und ein weißer nicht? Warum verdient eine Frau im Jahr 2020 für die gleiche Leistung immer noch weniger als ein Mann? Warum wird ein Mensch mit geeigneten Qualifikationen nur wegen seiner Behinderung nicht einmal zum Vorstellungsgespräch eingeladen, wenn wir doch eigentlich alle gleich viel wert sind? Wir alle besitzen Menschenwürde, unabhängig von unserem Aussehen, unserer Herkunft, unserem Geschlecht oder Krankheiten. Diese Menschenwürde gab Gott jedem einzelnen, indem er uns als sein Ebenbild schuf. Trotzdem erwischen wir uns immer wieder dabei wie wir entgegen dieses Grundsatzes handeln und die Menschenwürde von anderen verletzen. Gerade jetzt in der Adventszeit wünscht sich doch jeder ein harmonisches Miteinander, indem man dem anderen mit genauso viel Respekt entgegentritt wie er es von seinem Gegenüber erwartet. Lasst uns alle versuchen unsere Vorurteile abzulegen und den Menschen offen zu begegnen, um zueiner besseren Gesellschaft beizutragen.


Menschenwürde in Zeiten von Corona

Marlene

Wenn es ein Thema gibt, welches in diesem Jahr nicht aus den Medien wegzudenken war und auch immer noch für täglich neue Schlagzeilen sorgt, dann ist es die Ausbreitung des Corona-Virus. Um die Verbreitung von diesem Virus zu verhindern, hat die Bundesregierung viele Beschränkungen für das öffentliche und private Leben verabschiedet, die weit in unseren Alltag hineinreichen. So kam unausweichlich die Diskussion auf, ob dadurch nicht die Menschenwürde, die wir alle von Geburt an besitzen, verletzt wird. Vielen wird das Recht auf Freiheit genommen, da sie keine persönlichen Kontakte mehr pflegen oder ihrem Beruf nachgehen können.
Wolfgang Schäuble hat diese Überlegungen und mögliche Folgen in einem kurzen Statement zusammengefasst: „Müssen wir Menschenleben gegen Menschenwürde abwägen?“ So muss sich jeder die Frage stellen, ob hier die Menschenwürde im Vordergrund stehen sollte, wie es auch in unserem Grundgesetz verankert ist. Unsere Grundrechte können sich gegenseitig beeinflussen und sollen in einer Krisensituation sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Die Menschenwürde steht im ersten Artikel des Grundgesetzes, sie ist unantastbar und darf nicht durch andere Rechte eingeschränkt werden. Sie steht somit über dem Leben eines einzelnen Menschen.
Auf der anderen Seite können wir uns fragen, ob sie auf einer Stufe miteinander stehen. Beides sind Güter, die im Zusammenleben unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert einnehmen. Denn kann man ein Menschenleben überhaupt mit irgendetwas auf dieser Welt vergleichen, ohne seinen Wert massiv herabzustufen? Aber fällt die Menschenwürde nicht auch unter die gleichen Kriterien? Diese Fragen sind allgemein quasi nicht zu beantworten, da es fast unmöglich ist, diese beiden Werte gegeneinander auszuspielen. Hier muss jeder für sich persönlich eine Antwort finden.


„Ich möchte jedem Menschen helfen, wo immer ich kann“

Matteo

„Ich möchte jedem Menschen helfen, wo immer ich kann. Den Juden, den Heiden, den Farbigen, den Weißen. Jeder Mensch sollte dem anderen helfen, nur so verbessern wir die Welt. Wir sollten am Glück des andern teilhaben und nicht einander verabscheuen. Hass und Verachtung bringen uns niemals näher. Auf dieser Welt ist Platz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen. Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein. Wir müssen es nur wieder zu leben lernen. Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet und Mißgunst hat die Seelen vergiftet und uns im Paradeschritt zu Verderb und Blutschuld geführt. Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt aber innerlich sind wir stehen geblieben. Wir lassen Maschinen für uns arbeiten und sie denken auch für uns. Die Klugheit hat uns hochmütig werden lassen, und unser Wissen kalt und hart. Wir sprechen zu viel und fühlen zu wenig. Aber zuerst kommt die Menschlichkeit und dann erst die Maschinen. Vor Klugheit und Wissen kommt Toleranz und Güte. Ohne Menschlichkeit und Nächstenliebe ist unser Dasein nicht lebenswert. Aeroplane und Radio haben uns einander näher gebracht. Diese Erfindungen haben eine Brücke geschlagen, von Mensch zu Mensch. Die erfordern eine allumfassende Brüderlichkeit, damit wir alle Eins werden. Millionen Menschen auf der Welt können im Augenblick meine Stimme hören. Millionen verzweifelter Menschen Allen denen die mich jetzt hören rufe ich zu: Ihr dürft nicht verzagen! Auch das bittere Leid das über uns gekommen ist, ist vergänglich.“ ~ Charlie Chaplin.
Im Angesicht der Corona Pandemie wirkt diese Rede aktueller denn je und wir müssen zusammenhalten um durch diese schwere Zeit zu kommen. In jetzigen Zeit werden auch Begriffe wie Menschenwürde immer wichtiger., aber was ist Menschenwürde? Im Grunde lässt sich über diesen Begriff durchaus auch ohne religiösen Bezug reden. So schützt unser Grundgesetz in seiner wichtigsten Wertentscheidung die Menschenwürde, ohne dabei auf eine religiöse Begründung zurückzugreifen: In Artikel 1 des Grundgesetzes steht knapp und klar: »Die Würde des Menschen ist unantastbar.« Egal welche Herkunft, Hautfarbe oder Geschlecht, jeder Mensch hat ein Recht auf diese und jeder Mensch ist gleich viel Wert. Sie schützt unsere Rechte, unsere unsere Individualität und unsere Menschlichkeit, aber nur wenn wir diese auch achten.


Menschenwürde

Micha Ruben Werz, Milan Gabriel Sievers

Menschenwürde

Menschenwürde

Was ist Menschenwürde überhaupt?
Laut Definition ist Menschenwürde der Ausdruck dafür, dass jeder Mensch wertvoll ist und vor allem, dass alle Menschen auch gleich wertvoll sind. Sie ist unabhängig von Geschlecht, Alter, Aussehen, Vermögen oder Herkunft.
Menschenwürde ist von Gott jedem einzelnen Menschen gegeben wurden und kann von niemandem genommen werden. Deshalb sind auch alle Menschen vor Gott gleich. Wir Menschen unterscheiden uns zwar sehr stark in unserer Individualität, aber für Gott sind wir alle gleich.

So viel zu Gott und der Definition….
Aber ist das nicht viel mehr ein Gefühl?

Ja ein Gefühl.
Ein Gefühl, was in uns allen pocht. Egal wer, egal wo. Wir tragen es alle in uns, so wie ein Instinkt, ein Reflex oder einfach ein natürlicher Trieb.
Fragt man wen: „Hey was ist eigentlich Menschenwürde?“
Dann weiß man vielleicht nicht gleich so recht. Aber jeder hat eine instinktive Vorstellung.
Jeder.
Jeder Gutmensch, jedes Arschloch, jeder Helfer, ja jeder Verbrecher!
Und wenn wir das Verstehen, ja das alle realisieren, das: wir haben alle dieses Gefühl in uns, wir haben alle dieses gleiche Verständnis; Wir sind alle gleich!
Dann kann das etwas schaffen: Inneren Frieden.
Und omnipresenter innerer Frieden sorgt für etwas nach dem sich jeder noch so instinktiv sehnt: Frieden. Einfacher Frieden.

Das ist das Ergebnis von der Erkenntnis der Menschenwürde.

Frieden.


Der rote Faden

Nelli

Ein Faden entsteht durch das Spinnen, bei dem lose Fasern durch Drehen und Strecken versponnen werden. Ein Zwirn, eine Schnur, ein Verlauf, ein Gedanke, ein Faden. Alles gedacht, um Dinge zu verbinden, sie nicht auseinanderfallen zu lassen.

Doch wollen wir nicht über Menschenwürde sprechen? Ich sehe genau diese Würde als einen roten Faden. Jeder Einzelne kann auf seine Hände herabblicken und das rote Garn zwischen seinen Fingern aufblitzen sehen, vielleicht sogar die leicht raue Oberfläche an der eigenen Haut spüren. Ein Faden, um Dinge zu verbinden. Dinge? Vielleicht sogar Menschen?

Jeder Einzelne besitzt die Menschenwürde. Jeder Einzelne hat das Anrecht auf Achtung, auf Respekt. Jedes Kind, sowie jeder Alte. Jeder Christ, sowie jeder Muslim. Jeder Mann, sowie jede Frau. Dabei ist die Menschenwürde nichts, was uns auseinanderrückt oder unzugänglich macht, sondern etwas, dass uns näher zueinander bringt. Dieser einzelne Faden, gespannt um die ganze Welt, führt doch durch jede Hand und verbindet uns alle.
Besonders in einem so schwierigen Jahr, in dem wir uns immer weiter von unserer zunächst scheinbar obligaten Realität distanzieren, müssen wir wissen, dass uns diese besondere Auszeichnung vereint. Die Menschenwürde lässt uns verstehen wie wertvoll jedes Leben auf diesem Planeten ist und dass wir als Gemeinschaft für die Rechte des Menschen und des Individuums kämpfen müssen. Doch wir alle sehen, dass so manches mal aus dem festen Griff um den roten Faden Ignoranz entsteht. Leben wir noch in einer Welt, in der jeder Mensch respektiert wird? In der zu der Zeit von Corona die Menschenwürde noch an erster Stelle steht?

Für ältere Menschen ist das Coronavirus ein besonders großes Risiko, deshalb wurden sie in Pflegeheimen am Anfang der Pandemie auch stark isoliert und schwierigen Bedingungen ausgesetzt. Alte Menschen starben ohne ihre Familie, ohne echte Nähe und Beistand. Bis wohin können wir strenge Corona Maßnahmen mit der Menschenwürde begründen und ab wo wird sie durch genau diese Maßnahmen gefährdet?
Ich denke, dass wir uns immer wieder bewusst machen müssen, dass die Menschenwürde vor allem zwischen uns wirkt. Wir haben das Anrecht auf Respekt, doch genauso alle unsere Mitmenschen. Wir müssen den Griff um den roten Faden verstärken und verstehen, dass wir durch ihn, durch die Menschenwürde ein großes Ganzes sind.


Menschenwürde in der heutigen Zeit

Paula

Menschenwürde, was ist das überhaupt? Ich habe gelernt, dass jeder Mensch einen bestimmten Wert hat, den ihm niemand nehmen kann. Die Menschenwürdeist durch das Daseingegeben. Mit ihr hat man ein Anrecht auf Anerkennung, Respektierung, Toleranzund Akzeptanz. Menschenwürde bedeutet auch die Menschenrechte achten und vor allemgegenüber sich und anderen verantwortlich zu handeln.

Aber trifft das denn auch aufdie Realität zu?

Wenn man sich die aktuelle Lage in der Welt anschaut, kann man die Frage definitiv mit nein beantworten. Jeden Tag sind Menschen über das Mittelmeerauf der Flucht, weil sie in ihrem Land nicht mehr sicher leben können. Auf ihrer Flucht kommen sie in Flüchtlingslagern unter indenen sie unter menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen. Die Menschen tragen keinerlei Schuld am Krieg und trotzdem müssen sie dieses grausame Leben, ohne richtiges Dach überm Kopf und ohne eine tägliche Mahlzeit,in Kauf nehmen,wenn sie eine Chance auf ein neues Leben wollen. Jedoch ist nicht gesagt, dass sie, wenn sie es erstmal bis nach Europa geschafft haben, dann auch menschenwürdig leben können.

Auch in Deutschland hat nicht jeder die Chance auf ein menschenwürdiges Leben, da es meistensan Geld fehlt um sich zum Beispiel eine Wohnung leisten zu können. Aber sollte Menschenwürde wirklich vom Vermögen abhängig sein?

Ein anderes viel diskutiertes Thema im Zusammenhang mit Menschenwürde ist die Abtreibung von beeinträchtigten Kindern.

Ab wann besitzt ein Mensch Würde? Kann man einem Ungeborenen diese Würde einfach absprechen? Zu diesem Thema hat sicherlich jeder eine eigene Meinung.

Wie man sieht spielt Menschenwürde in unserem Alltag immer wieder eine große Rolle, obwohl wir dies oftmals nicht bemerken. Die Menschenwürde steht am Anfang unseres Grundgesetzes und sollte deswegen auch von so großer Bedeutung sein. Menschen sollten sich, nur weil sie eine andere Sexualität haben, keine Gedanken um ihre Würde machen müssen. Menschenwürde bedeutet Toleranz. Toleranz vonanderen Religionen, Sexualitäten und Hautfarben. Aber auch wenn ein Mensch nur einen anderen Stand in der Gesellschaft hat muss dies toleriert und respektiert werden.

All diese Fragen und Probleme regen immer wieder zum Denken an und mit jeder Einsicht eines jeden Einzelnen wird die Welt ein Stück menschenwürdiger.


Menschenwürde

Yara Froböse

Würde heißt, jeder Mensch wird gleich behandelt, darum wird auch nicht verhandelt.

Du gehörst dazu, du bist ein Teil, das geht auch nicht vorbei.

Egal Wer du bist, woher du kommst, was du machst,

Wie alt du bist, wie du ausschaust oder lachst.

Ob du liebst, nicht magst oder hasst, dir wird der Stempel der Würde verpasst.

Du weißt, das kann dir keiner nehmen, ob du dort her oder daneben.

Viel mehr gibt’s auch nicht zu sagen, denn jeder weiß, keiner wird sich beklagen.

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Toleranz

Ein Satiretext von Dana Leonie Dietrich (01/19)

Ich gehe durch die Stadt, auf dem Weg zu einer  Geburtstagsfeier. Ein Mann spricht mich an: „Ich weiß, heutzutage ist es sexistisch Frauen auf der Straße anzusprechen, versteh mich also nicht falsch, das soll jetzt nicht respektlos sein, doch du bist echt hübsch, kann ich deine Nummer haben?“ Ich: „Nein, sorry, ich hab eine Freundin. Er:„Oh“ Ich gehe weiter, da höre ich ihn zu seinem Freund sagen: „Was eine Fotze.“

Ich, mittlerweile bei der Party angekommen, habe soeben Bekanntschaft mit einem Mädchen gemacht. Sie, mit dem Blick auf das Hintergrundbilds meines Handys, auf dem eine Prideflagge zu sehen ist: „Heißt das nicht, du bist lesbisch oder so?“ Ich: „Ich bin bi“ Sie: „Oh“ Peinliche Stille. Sie: „Ich finde es cool, dass du damit so offen umgehst. Ich verstehe echt nicht, wieso man sowas verheimlichen sollte. Ich meine, so diskriminiert werdet ihr doch echt nicht.“ Wir hören zwei Jungs neben uns streiten, der eine schreit den anderen an: „Digga nein, bist du schwul oder was?!“

Eine Freundin meiner Gesprächspartnerin, die schon vorher mitgehört hat spricht nun auch: „Es ist doch egal, welche Sexualität man hat! Alle Menschen sind gleich und man sollte sie nicht wegen ihrer Orientierung verurteilen.“ Ich will ihr dankend zustimmen, da fügt sie hinzu: „Nein im Ernst! Schwule sind toll, Ich hätte echt gern einen schwulen besten Freund!“

„Wer ist hier schwul?“, ein weiterer Gast stellt sich zu uns. Ich antworte: „Ich bin bi.“  Sie: „Oh wow, wie cool! Ich muss dich unbedingt einer Freundin vorstellen, die ist lesbisch, ihr passt bestimmt gut zusammen!“

Ein Junge neben uns mischt sich ein: „Also Ich habe ja nichts gegen Schwule, aber ich finde es schon unnötig, dass die einen die ganze Zeit damit nerven müssen!“ Ich will unterbrechen, da hält die Gastgeberin eine DVD hoch, auf dem Titelbild ein Mann und eine Frau, küssend. „Wie wärs, wenn wir einen Film gucken?“                                   

Ich muss früher los und verabschiede mich. Ein Mädchen darauf hin: „Schön dich kennengelernt zu haben. Ich denke ja auch; Toleranz ist total wichtig! Jeder hat ein Recht so zu sein wie er will.“ Ein Junge betritt den Raum, er ist geschminkt. Alle fangen an zu tuscheln. Auch meine Gesprächspartnerin lacht: „Also es ist ja nur meine persönliche Meinung, aber Jungs sollten echt kein Make-Up tragen.“

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Warum die AfD keine Alternative für Deutschland ist

Eine Rede von Jakob Beck (11/18)

Liebe Bürgerinnen und Bürger, sehr geehrte Politikerinnen und Politiker,

ich stehe hier und heute vor Ihnen und appelliere an Sie: Die AfD ist keine Alternative für Deutschland.

Ich beginne mit folgenden zwei Zitaten:

„In uns selbst allein liegt die Zukunft des deutschen Volkes. Wenn wir selbst dieses deutsche Volk emporführen (…) dann werden wir wieder emporsteigen… genau wie die Väter einst auch Deutschland nicht geschenkt erhielten, sondern selbst sich schaffen mussten!“ so Massenmörder, Diktator und Tyrann Adolf Hitler.

Auf der Gegenseite zitiere ich den Parteivorsitzenden der AfD Alexander Gauland: „Und wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen!“

Erschreckend aber wahr: Parallelen beider Reden in Wortlaut und Ideologie.

Es ist etwas über 80 Jahre her, als die NSDAP an die Macht gekommen ist. Einige von Ihnen werden jetzt sicher argumentieren, dass die Demokratie damals ihre Schwächen hatte, die aber jetzt behoben worden sind und es somit zu einer erneuten Machtergreifung einer rechtsradikalen Partei nicht mehr kommen kann.

Ich aber sage, dass wir diese schwere Last ernstnehmen und ein Vorbild für die Welt sein sollten. Zu Zeiten, in denen Fremdenhass und Rassismus die Schlagzeilen überschatten. Zu Zeiten, in denen die Demokratie gefährdet ist wie noch nie. In diesen Zeiten stehen wir in der Verantwortung eine rechtsradikale, populistische Partei wie die AfD dorthin zu verbannen, wo sie hingehört:

in die Bedeutungslosigkeit.

Eines jedoch muss man der AfD lassen. In diesem Punkt kann ihr keine Partei in Deutschland nur ansatzweise das Wasser reichen:

Das ist mit dem Finger auf andere zu zeigen, von sich abzulenken und diesen dann die Schuld in die Schuhe zu schieben.

Die AfD ist lediglich eine Bewegung durch Provokation, die schwammige, nicht zielführende Verbesserungsvorschläge in ihrem Wahlprogramm hat.

So schreibt sie zum Beispiel auf ihrer Internetseite zum Thema Auswanderung/Asyl, dass die Schlepper-Hilfsdienste auf dem Mittelmeer beendet und die „Passagiere“ zu ihren Ausgangsorten zurückgebracht werden müssen.

Nicht nur, dass sie Flüchtende, die keine Perspektive haben und ihr Leben aufs Spiel setzen, nur mit der Sehnsucht auf einen Neustart als „Passagiere“ fast schon beschimpft, sondern auch, dass die Rückführung das Problem nur noch vergrößern würde.

Diese Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben, werden sich nämlich bis zu ihrem bitteren Tod auf die Flucht begeben.

Und jetzt frage ich Sie: Wollen Sie dies unterstützen, indem Sie die AfD wählen?

Sie müssen sich klarmachen, wer auch immer die AfD aus Protest wählt, der steckt mit den Neonazis unter einer Decke, von denen sich die Parteiführung nicht distanziert. Sie stehen in diesem Moment für das Gleiche wie ein Rechtspopulist Herr Gauland, der Hitler und die Nazis nur als  „Vogelschiss“ deutscher Geschichte bezeichnet.

Können Sie dies mit Ihrem Gewissen vereinbaren, wenn Sie die AfD wählen?

Ich aber appelliere an Sie:

Schließen Sie sich mir an und lassen Sie uns den nächsten Schritt in Richtung Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität machen. Nicht nur wir Bürger stehen in der Verantwortung, nein, auch Sie liebe Politiker sind  in der Pflicht, jetzt den Schalter wieder umzulegen und sich mit Sachthemen zu beschäftigen, die uns Bürger betreffen. Kämpfen wir alle gemeinsam gegen Fremdenhass und Rassismus für eine starke Demokratie, auf die die Welt in diesen Tagen mehr denn je angewiesen ist.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und konnte Sie hoffentlich davon überzeugen, dass die AfD keine Alternative für Deutschland ist.

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Warum Jogi Löw Bundestrainer bleiben sollte

Ein Satiretext von Lilith K. (01/19)

Als amtierender Weltmeister mit nur drei Punkten aus der Vorrunde der WM geflogen. Und jetzt noch 0:3 gegen den Erzrivalen aus Holland verloren. All das sind Beispiele dafür, dass Jogi unbedingt bleiben muss. Er lehrte seiner Mannschaft das Verlieren. Es ist schwer, ein guter Verlierer zu sein und damit nimmt Jogi eine Vorbildfunktion ein. Für Kinder, aber auch Erwachsene. Viele Eltern scheitern an der Erziehungsmaßnahme, ihren Kindern das Verlieren beizubringen. Darum ist Jogi jetzt der neue Erziehungsratgeber. RTL2 hat schon eine Nachfolge der Serie „Die Super-Nanny“ mit Jogi in der Hauptrolle angekündigt. Unser Nivea Jogi hat extra Schauspielunterricht bei einem Berliner Fernsehstar genommen. Die „Bild“ hat dies exklusiv mit Paparazzi-Fotos berichtet. In einigen Nebenrollen der Serie sieht man Nationalspieler, die damit ihr kümmerliches Gehalt etwas aufbessern. Immer nur Pesto und Waschmittel wäre ja auch zu einseitig. Vielleicht gelingt es Jogi ja in der nächsten EM in zwei Jahren sich und seine Mannschaft gar nicht erst zu qualifizieren. Was für ein Erfolg.