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Ein Interview mit Frau Thies

Wieso haben Sie sich für die Fächer Mathe, Sport und Bio entschieden?
Das ist tatsächlich aus der Schulzeit entstanden. Bio auch daher, dass ich mal überlegt habe Medizin zu studieren. Ich überlegte auch in die Forschung zu gehen, aber mir ist die Arbeit mit den Menschen wichtiger als die mit der Pipette.

Der Wunsch Lehrerin zu sein war bei mir schon sehr lange da, neben Aldiverkäuferin – als ich ungefähr 10 war, wollte ich gern an der Kasse arbeiten.

Mathe mag ich halt einfach. Diese Klarheit und Fakten, und klare Ergebnisse, wie in Bio. Aufsätze schreiben und schön formulieren fällt mir z.B. nicht ganz so leicht. Sport wollte ich sowieso schon immer. Ich habe halt drei Fächer studiert, damit ich mehr Abwechslung habe und damit ich schön vielfältig unterrichten kann.

Bleiben wir doch bei Sport – Was ist denn Ihre Lieblingssportart?
Eine richtige Lieblingssportart habe ich nicht, komme aber vom Tischtennis und habe dann auch Badminton gespielt. Ich glaube meine Lieblingssportart ist aber Tennis, weil man das auch gut draußen spielen kann und das nicht so windanfällig ist. Wenn ich jetzt nochmal eine Sportart anfangen könnte wäre es allerdings Hockey oder Beachvolleyball. Es muss auch gar nicht so leistungsorientiert sein, sonst setze ich mich selbst zu sehr unter Druck.

Haben Sie denn einen Lieblingsverein oder Lieblingssportler?
Darf ich meinen Lieblingsfußballverein sagen, nicht dass ich dann so komisch angeguckt werde (lacht)… Hannover 96 und Dortmund, daher ist mein Lieblingsfußballspieler auch Reus.

Sie waren schon als Schülerin hier auf dem Andreanum – Wieso haben Sie sich dazu entschieden hier auch als Lehrerin zu arbeiten?
Einerseits ist es so, dass ich ursprünglich aus Giesen komme und meine Familie noch hier wohnt, daher war die Region Hannover für mich klar. Und es wäre natürlich cool, nochmal zum Andreanum zu gehen, da ich meine Schulzeit echt genossen habe. Es war ein Lebensraum, den man hatte.

Ich bin hier nicht mit dem Gefühl hingegangen, nur hier zu sein um zu lernen. Hier zählt für mich die Menschlichkeit.

Ich war auch im Hauptchor, spielte Trompete im Orchester und habe noch bei Herrn Volpers bei Musicals mitgespielt. Ich bin hier einfach verdammt gern zu Schule gegangen. Zwar habe ich auch andere Schule kennengelernt, doch irgendwie hat mir dieser Zusammenhalt gefehlt. Und Mathe, Bio und Sport müssen von keinem das Lieblingsfach werden, natürlich würde ich mich freuen, aber das wichtigste ist, dass es Spaß macht. Man muss ja nicht die Einsen schreiben.

Was hat sich denn im Vergleich zu Ihrer Schulzeit alles verändert?
Der Musiktrakt! Den kannte ich überhaupt nicht. Die Sporthalle wurde auch renoviert. Herr Huns verkauft keinen Kebab mehr. Und dort wo jetzt die aktive Pause drin ist gab es mal einen Schulkiosk, da haben wir vom Hausmeister früher manchmal Wassereis geschenkt bekommen. Die digitalen Vertretungspläne sind auch neu, sowas haben die Kollegen bei uns noch handschriftlich geschrieben. Und es gab eine alte Dame, die immer Kreide verteilt hat am Eingang. Es hat sich schon einiges verändert. Ach, und das Faultier gibt es nicht mehr, in Bio 1 über der Tür.

Apropo Bio – hatten Sie schon Lehrer, die noch immer hier unterrichten?
Ja, ich hatte Frau Meyke, Herrn Kambach und Herrn Trihbes hatte ich in Chemie. Frau Kirchner hatte ich ebenfalls viel in Bio, auch im Bio LK.

Wie ist es denn, mit Ihren eigenen Lehrern zusammenzuarbeiten?
Ich nenne sie immer noch permanent beim Nachnamen. Es ist total komisch, die Lehrer beim Vornamen zu nennen und sie zu umarmen wenn man sich grüßt. So langsam funktioniert das, aber ich vergesse die Vornamen auch recht schnell, weil ich sonst immer auf die Nachnamen fixiert war. Aber ich muss sagen es ist schon interessant, das alles aus der anderen Perspektive zu erleben. Es ist auch einfach schön, weil man die Struktur kennt und weiß, wo man hingehen muss und noch Erinnerungen mit diesem Ort verbindet.

Wie finden Sie denn die neue Stundentaktung?
(lacht) Gute Frage, da darf ich jetzt nichts Falsches sagen. Also, um diplomatisch zu antworten: Man muss sich immer an neue Sachen gewöhnen. Ich war von der Umstellung von 45 auf 60 Minuten als Schülerin betroffen und wir dachten am Anfang echt alle, wir würden sterben, weil wir dann im LK teilweise 120 Minuten-Stunden hatten. Und auch das hat sich alles eingependelt. Man muss sich erstmal daran gewöhnen, deshalb finde ich es zu früh, um zu sagen, ob es einem gefällt oder nicht.

Wenn Sie ihr Schüler-Ich nochmal treffen würden, was würden Sie ihr sagen?
Ich war eine sehr disziplinierte Schülerin und ich würde mir raten, alles etwas lockerer anzugehen und die Schulzeit und das Drumherum zu genießen, also nebenschulische Aktivitäten. Und ich würde ihr sagen, dass Lehrer auch nur Menschen sind.

Danke für das Interview!

Dana Leonie Dietrich (01/19)

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Die Robotik AG

Du wolltest schon immer einmal lernen, wie man programmiert und Maschinen zum Leben erweckt? Dann komm zur Robotik AG: Hier lernst du, wie man Roboter entwickelt, baut und programmiert. Die Idee dazu hatten Herr Aschenbroich und Frau Lehrke nach einer Fortbildung, bei der auch ein Vortrag über Robotik gehalten wurde. Unter ihrer Leitung bauen 17 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5-12 aus Lego oder Fischer Technik ihre eigens entwickelten Roboter.

Angefangen mit leichten Sachen, wie dem Bauen einer Ampel, geht man später dazu über seinen Roboter zu programmieren, sodass er einen Parkour bewältigen kann. „Um einen Parkour bewältigen zu können, muss der Roboter einer Linie folgen können, die er mit seinen Sensoren erfasst. Außerdem muss er in alle Richtungen fahren können, Hindernisse aus dem Weg räumen, Hügel hoch und runter fahren und die Spur selbst wieder aufnehmen, wenn er sie verlässt“, erklärt Adrian Binder
(10L1), der zusammen mit Benedikt Seiter (9E2) seit den Sommerferien ihren Roboter aus Fischertechnik bauen und am Ende der Programmierphase sind. Anna Truschkat, Frieda von Knebel und Antonia Blaich (alle 7M) haben letztes Schuljahr angefangen einen Roboter aus Lego zu bauen und sind seit diesem Jahr ebenfalls in der Programmierphase. „Es macht Spaß neues zu lernen. Mittlerweile kann unser Roboter schon in alle Richtungen fahren, Ausweichmanöver und Farben sehen. Zwar bauen alle Gruppen etwas anderes, aber wir helfen uns alle gegenseitig.“ Die AG hat bereits fünf Mal am RoboCup, einem Wettbewerb für Roboter, teilgenommen und schaffte es einmal bis zu den deutschen Meisterschaften, bei denen sie den sechsten Platz belegten. Auch beim Finden der beruflichen Orientierung hat die AG schon geholfen. Tobias Pahl hat 2017 Abitur gemacht und studiert jetzt Technische Informatik an der Leibniz Universität Hannover und war selbst mal bei der Robotik AG dabei. Ab und zu kommt er immer noch vorbei und hilft.

Die Robotik AG trifft sich dienstagswährend der Mittagspause und der Stunde im Computerraum (H001)

Juliane Geisler (01/19)