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Einfach zu haben (Fsk 12)

„Ein großer Spaß für Teenies und Kritiker, Hipster und Kichengänger“, schreibt der Spiegel zu der Highschool-Komödie „Einfach zu haben“ oder auf Englisch „Easy A“. Auch der Filmdienst lobt den 92-minütigen Jugendfilm in höchsten Tönen: „Unterhaltsam-freche Highschool-Komödie mit pfiffigen Dialogen und guten Darstellern, die sich über die üblichen Genre-Albernheiten erstaunlich ernsthaft mit den Fallstricken der Pubertät auseinandersetzt.“

„Einfach zu haben“ (2010 veröffentlicht) schafft es, Jugendliche und Erwachsene in seinen Bann zu ziehen und fällt unter das Genre Comedy, Drama und Romanze. Dieses geschieht durch die humorvolle und authentische Art pubertäre Probleme und Fragen zu thematisieren.

Er ist angelehnt an den Klassiker „Der scharlachrote Buschstabe“, der von Nathaniel Hawthorne geschrieben und erstmals 1927, allerdings in einer stummen Version, verfilmt wurde. „Einfach zu haben“ bezieht sich jedoch auf die Verfilmung von 1934, weil Olive Penderghast, von Emma Stone gespielt, das Buch bei ihrem Lieblingslehrer Mr. Griffith in der Schule durchnimmt und anstatt das Buch zu lesen, sich den Film ansieht. Er handelt von einem Mädchen namens Hester Prynne, das fremdgeht und davon schwanger wird. Daraufhin muss sie als Bestrafung durchgehend den roten Buchstaben „A“ (für „adultery“ = „Ehebruch“) an der Kleidung tragen.

In „Einfach zu haben“ erzählt Olive Penderghast ihre Geschichte aus verflochtenen Gerüchten.

Sie lügt ihre Freundin Rhiannon (Alyson Michalka) an und erfindet ein spannendes, ereignesreiches Wochenende, an dem sie ihr Unschuld verloren hätte, und vertuscht so ihre langweiligen, einsamen Tage. Doch diese Notlüge geht nach hinten los, weil Marianne Bryant (Amanda Bynes), die streng-gläubige Christin, sie belauscht hat und so die Neuigkeit der verlorenen Unschuld bald die ganze Schule weiß. Also wird sie als Flittchen bezeichnet und mit Hester aus „Der scharlachrote Buchstabe“ verglichen. Sie solle auch ein rotes „A“ tragen, meint eine Schülerin. Daraufhin entbrennt ein Streit und Olive wird zum Direktor geschickt. Sie wird zum Klo-putzen mit dem homosexuellen Brandon (Dan Byrd) verdonnert. Es stellt sich heraus, dass Brandon ein schweres Leben führt und wegen seiner sexuellen Ausrichtung ausgegrenzt wird. Also täuschen sie auf einer Party lautstarken Sex vor, damit Brandon für heterosexuell gehalten wird. Olive wird vom Flittchen zur Schlampe und näht sich, trotzig, wie sie ist, ihre Kleidung zu aufreizendem, freizügigem Fummel um und bestückt sie mit einem großen, roten A.

Als dann herauskommt, dass der Sex nur gespielt war, Rhiannon sich der Kirchengruppe, die sich schon von Anfang an gegen Olives Freizügigkeit ausgesprochen haben, anschließt und Olive herausfindet, dass die Vertrauenslehrerin ihren Mann betrügt, entbrennt ein wirres Chaos aus verbreiteten Gerüchten, gespieltem Sex und wahrer Liebe.

Anne B. (07/19)