Kategorien
Wissenswertes

Der Chemiker des Jahres 2019: Emil Fischer

Denen von euch, die dieses Jahr schon im Ch1 waren, ist bestimmt das Plakat des Chemikers des Jahres aufgefallen. Das ist dieses Jahr Emil Fischer, doch wer ist das eigentlich und wieso ist er Chemiker des Jahres?

Den Chemiker des Jahres wähle die Fachschaft Chemie aus, verriet mir Frau Malz. Chemiker, die in dem aktuellen Jahr ein Geburts- oder Sterbejubiläum feiern, kommen in die engere Auswahl und so fiel die Entscheidung dieses Jahr auf Emil Fischer, der am 15. Juli seinen 100. Todestag haben wird.

Emil Fischer, geboren am 9. Oktober 1852, wollte schon nach seinem Abitur unbedingt Mathematik und Physik studieren, allerdings lehnte sein Vater dies ab und überzeugte Ihn zu Kaufmannslehre. Diese brach er aber kurz darauf wieder ab, um an der Universität Bonn Chemie zu studieren. 1874 promovierte er dann in Straßburg und arbeitete später als Professor in Städten wie München, Erlangen und Würzburg.        

Einer seiner bedeutendsten Leistungen sind die FISCHER-Projektionsformeln und den Fund der Aminosäuren Prolin und Oxyprolin. 1902 erhielt er den Nobelpreis für Chemie für Arbeiten auf dem Gebiet der Zuckerchemie. Während des ersten Weltkriegs half er dabei, chemische Waffen für das deutsche Militär zu entwickeln und war somit für den Tod sehr viele gegnerischer Soldaten verantwortlich. Unterstützung des Krieges bereute und dass ihm die negativen Folgen mentales Leid zufügten. Zusätzlich musste er zu diesen Zeiten den Tod seiner Frau und seiner zwei Söhne verkraften.                                                                                                                      Im Jahr 1919 wurde bei ihm Darmkrebs diagnostiziert. Daraufhin regelte er seine letzten Angelegenheiten, vermachte sein Vermögen seinem Sohn und der Akademie der Wissenschaften zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und nahm sich durch die Einnahme von Zyankali das Leben.

Dana Leonie Dietrich (01/19)

Kategorien
Wissenswertes

Nicht nur ein Wissenschaftler: Der Chemiker des Jahres 2018, Otto Hahn

Denen von euch, die dieses Jahr schon im Ch1 waren, ist bestimmt das Plakat des Chemikers des Jahres aufgefallen, das ist dieses Jahr Otto Hahn, doch wer ist das eigentlich und wieso ist er Chemiker des Jahres?

Den Chemiker des Jahres wähle die Fachschaft Chemie aus, verriet mir Frau Malz. Chemiker, die in dem aktuellen Jahr ein Geburts- oder Sterbejubiläum feiern, kommen in die engere Auswahl und so fiel die Entscheidung dieses Jahr auf Otto Hahn, der seinen 50. Todestag hat.

Otto Emil Hahn wurde als Sohn einer wohlhabenden Familie am 8. März 1879 in Frankfurt am Main geboren. In der Schule schien er sich für Chemie und Physik nicht außergewöhnlich zu interessieren, experimentierte aber schon als Jugendlicher zuhause mit Elementen wie Wasserstoff und Phosphor. Nach seinem Abitur studierte er gegen den Willen seines Vaters Chemie in Marburg, mit Physik, Mathematik, Philosophie und Mineralogie in den Nebenfächern.

Nachdem er in Frankfurt seinen Militärdienst absolvierte, kehrte er nach Marburg zurück, wo er zwei Jahre blieb, bis er auf Anraten seines Professors Theodor Zincke nach London ging, um am University College mit Sir William Ramsay zusammenzuarbeiten (Dieser Nobelpreisträger könnte euch vielleicht als Entdecker mehrerer Edelgase bekannt sein). Dort fing er an sich auf die Radiochemie zu konzentrieren.

Aufgrund vieler wissenschaftlichen Erfolge, wie die Entdeckungen  mehrerer Isotope, erhielt Hahn die Möglichkeit, nach Montreal zu ziehen und dort mit dem Nobelpreisträger Ernest Rutherford (Den kennt ihr vielleicht vom Rutherford´schen Atommodell) zu arbeiten, bis er 1906 nach Berlin zurückkehrte und dort mit Emil Fischer (ebenfalls Nobelpreisträger, bekannt durch die sg. „Fischer-Projektion“) zu forschen.

In Berlin lernte er die junge Lise Meitner kennen, mit der er später die Kernspaltung entdeckte. Leider wurde die gemeinsame Arbeit von den Nazis unterbrochen, da Meitner Jüdin war und somit nicht arbeiten durfte. (Mithilfe von Hahn schaffte sie es glücklicherweise  nach Stockholm zu fliehen.) 1944 erhielt er für die Erfolge in der Atomforschung allein den Nobelpreis für Chemie.

Allerdings war Otto Hahn nicht nur auf wissenschaftlicher Ebene bewundernswert. Er setzte sich gegen die Nazis ein und selbst Einstein bezeichnete ihn als „Einer der wenigen, die aufrecht geblieben sind und ihr Bestes taten während dieser bösen Jahren“. Da seine Entdeckung der Kernspaltung zur Entwicklung der Atombomben führte, die 1945 auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden, fühlte er sich schuldig und kämpfte sein Leben lang gegen die nukleare Aufrüstung.

Hahn wurde nicht nur zu einem der bedeutendsten Naturwissenschaftlern des 20. Jhd., sondern auch zu einem der einflussreichsten Vorkämpfer der Völkerverständigung und wurde mehrfach für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

Dana Leonie Dietrich (01/19)

Kategorien
Wir stellen vor...

Die Robotik AG

Du wolltest schon immer einmal lernen, wie man programmiert und Maschinen zum Leben erweckt? Dann komm zur Robotik AG: Hier lernst du, wie man Roboter entwickelt, baut und programmiert. Die Idee dazu hatten Herr Aschenbroich und Frau Lehrke nach einer Fortbildung, bei der auch ein Vortrag über Robotik gehalten wurde. Unter ihrer Leitung bauen 17 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5-12 aus Lego oder Fischer Technik ihre eigens entwickelten Roboter.

Angefangen mit leichten Sachen, wie dem Bauen einer Ampel, geht man später dazu über seinen Roboter zu programmieren, sodass er einen Parkour bewältigen kann. „Um einen Parkour bewältigen zu können, muss der Roboter einer Linie folgen können, die er mit seinen Sensoren erfasst. Außerdem muss er in alle Richtungen fahren können, Hindernisse aus dem Weg räumen, Hügel hoch und runter fahren und die Spur selbst wieder aufnehmen, wenn er sie verlässt“, erklärt Adrian Binder
(10L1), der zusammen mit Benedikt Seiter (9E2) seit den Sommerferien ihren Roboter aus Fischertechnik bauen und am Ende der Programmierphase sind. Anna Truschkat, Frieda von Knebel und Antonia Blaich (alle 7M) haben letztes Schuljahr angefangen einen Roboter aus Lego zu bauen und sind seit diesem Jahr ebenfalls in der Programmierphase. „Es macht Spaß neues zu lernen. Mittlerweile kann unser Roboter schon in alle Richtungen fahren, Ausweichmanöver und Farben sehen. Zwar bauen alle Gruppen etwas anderes, aber wir helfen uns alle gegenseitig.“ Die AG hat bereits fünf Mal am RoboCup, einem Wettbewerb für Roboter, teilgenommen und schaffte es einmal bis zu den deutschen Meisterschaften, bei denen sie den sechsten Platz belegten. Auch beim Finden der beruflichen Orientierung hat die AG schon geholfen. Tobias Pahl hat 2017 Abitur gemacht und studiert jetzt Technische Informatik an der Leibniz Universität Hannover und war selbst mal bei der Robotik AG dabei. Ab und zu kommt er immer noch vorbei und hilft.

Die Robotik AG trifft sich dienstagswährend der Mittagspause und der Stunde im Computerraum (H001)

Juliane Geisler (01/19)

Kategorien
Uncategorized

EDITORIAL

Als ich Herrn Surborg fragte, wie hoch die Wahrscheinlichkeit wäre dieses Jahr wieder eine analoge Schülerzeitung zu veröffentlichen, antwortete er: „Nicht sehr hoch“ und er stellte mir die Bedingung mindestens sechs oder sieben weitere Personen zu finden, die ebenfalls an einer Wiederaufnahme der Schülerzeitung interessiert wären. Aus den sechs sind jetzt (inklusive freier Schreiber) fast sechszehn geworden, aus Jahrgang 7 – 12.

Mich freut es sehr, dass wir so viele Leute dazu begeistern konnten und würde diesen Artikel gern dazu nutzen, mich bei den Unterstützern zu bedanken. Seien es die Schüler, deren Werke wir in dieser Ausgabe veröffentlichen, die Lehrer, die ihre Schüler dazu ermutigt haben, Herr Surborg für die Hilfe der Organisation und vor allem natürlich den Mitgliedern der AG.


Die Schülerzeitung ist von Schülern für Schüler, ein Mittel des Meinungsausdruckes und der Veröffentlichung von Kunst. Literatur kann Menschen informieren, bewegen und inspirieren, daher ist die Wichtigkeit einer Schülerzeitung nicht zu unterschätzen. Umso größer ist die Freude, jetzt endlich wieder eine Zeitung herauszugeben.